Unsere Macht liegt auf der Straße! Gegenmacht aufbauen!


Der Kapitalismus schafft überall auf der Welt Reichtum für einen kleinen Teil von Menschen, während die absolute Mehrheit auf tägliche Reproduktion durch Arbeit angewiesen ist. Durch diese Gesellschaftsform entstehen Eigentumsverhältnisse, in denen 20% der Weltbevölkerung genauso viel besitzt wie die anderen 80% zusammen. Während die produzierten Missstände, wie Kriege und Krisen, von der Gesamtbevölkerung zu tragen sind, gehen alle erst durch die Arbeit der Lohnabhängigen ermöglichten Gewinne an die Kapitalistenklasse. In der momentanen Konkurrenzsituation kämpfen die Menschen hauptsächlich gegeneinander statt miteinander. Dies führt zu Diskriminierung und Ausgrenzung, was unter anderem durch Rassismus und Sexismus einen Ausdruck findet. 

Wir haben es uns zum Ziel gesetzt für eine Gesellschaft zu kämpfen, in denen die gesellschaftlichen Erzeugnisse allen zur Verfügung stehen und eben nicht denjenigen, die nur andere für sich arbeiten lassen. Diese neue Gesellschaftsform muss es zum Ziel haben; die Bedürfnisse eines jeden Menschen erfüllen zu können und nicht nur die derjenigen, die die nötige Kaufkraft besitzen. Unser Kampf findet in diesem Sinne überall statt, denn jeder Lebensbereich ist durchdrungen von der kapitalistischen Produktions- und Denkweise. Ob es die Hamburger Asylpolitik in Bezug auf die sogenannten „Lampedusa-Flüchtlinge“ ist, der Olympia-Wahnsinn oder die Einführung von Sklavenarbeit durch 0-Euro Jobs in Hamburg: Überall wird deutlich, dass das System nicht den Bedürfnissen der Menschen, sondern dem Profit dient. Es ist somit wichtig, dass die Betroffenen Kämpfe zur Verbesserung ihrer jeweiligen Lage führen, doch nur wer sich zusammenschließt und begreift, dass die einzelnen Symptome auf die selbe Ursache zurückzuführen sind, wird das Problem an der Wurzel packen können. Als Organisation ist es unser Ziel die alltäglichen Kämpfe der Menschen zu unterstützen und dabei gleichzeitig ein Bewusstsein für die Klassengesellschaft, in der wir leben, in die Bewegungen hineinzutragen.
Der 1. Mai dient, als internationaler Kampftag der Arbeiterklasse, dem Ziel der Vernetzung und Bekanntmachung eines gemeinsamen Kampfes für eine Welt frei von Ausbeutung und Unterdrückung. So werden auch dieses Jahr Millionen Menschen aus dutzenden Ländern auf der Straße stehen um diesem System den Krieg zu erklären. Genau in dieser Masse, die ein gemeinsames Interesse vereint, liegt unsere Kraft.
Es darf jedoch nicht bei diesem einmal im Jahr stattfindenden solidarischen Zusammenschluss bleiben. Nur wer sich organisiert und kontinuierlich an einer Perspektive arbeitet, kann dem Kapitalismus und seinen Vertretern im bürgerlichen Staatsapparat entgegentreten. Als Basis muss hierbei die Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Fragen dienen um die Struktur der bürgerlichen Gesellschaft zu begreifen. Auf Grundlage dessen können Alternativen entworfen werden, doch nur wenn die Theorie auch die Menschen erreicht, kann es gelingen den Kampf erfolgreich auf die Straße zu tragen. Momentan zerreibt sich besonders in der Hansestadt ein marginaler Anteil „linker“ Kräfte gegenseitig, statt das Hauptaugenmerk auf die Bevölkerung und ihre Interessen zu legen. Diesem Prozess wollen wir ein Ende bereiten und endlich wieder den eigentlichen Feind vor Augen haben.
Staat und Kapital den Krieg erklären!
Für einen roten Aufbau!