HAMBURG SIEHT ROT!

maiaufruf
Viele verschiedene Auseinandersetzungen haben in den vergangenen Monaten in Hamburg die Menschen auf die Straße gebracht. Rassistische Kontrollen und Hetzjagden der Hamburger Polizei, die Vertreibung der Menschen aus den Esso-Häusern oder der vorläufig gescheiterte Versuch mittels sogenannter „Gefahrengebiete“ Hamburg in eine Polizeifestung zu verwandeln, sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.

Auch im Stillen setzen sich die Angriffe auf die Lebensbedingungen der Menschen fort. Während die Mieten weiter steigen und die Menschen an den Stadtrand drängt werden, verschlechtern sich die Arbeitsbedingungen und Löhne. Tarifverträge und andere erkämpfte Verbesserungen werden durch Zeitarbeit, in nahezu allen Branchen, umgangen und ausgehebelt. Das Ergebnis sind zersplitterte Belegschaften ohne Zusammenhalt und Stundenlöhne ab 4 Euro. Für ein Fünftel der in Deutschland Beschäftigten bleiben so auch bei einer 40-Stunden Woche oft weniger als 1000 Euro zum Leben im Monat. Die Angst vor der Arbeitslosigkeit sorgt dafür, dass es auch für diese Jobs trotzdem ausreichend Personal gibt. Während der Profit aus der geleisteten Arbeit in die Taschen einiger weniger fließt, kämpfen viele Menschen um überhaupt über die Runden zu kommen. Das ist das Wesen des Kapitalismus.

Überall dort, wo sich Widerstand für bessere Lebensbedingungen bildet, zeigt der Staat offen auf welcher Seite er steht. Wenn der Protest zu groß wird, gibt es statt Worten nur noch Schlagstock, Pfefferspray und Wasserwerfer. Besonders die Hamburger SPD-Regierung zeigt damit deutlich, was sie von dem Streben der Menschen nach einem besseren Leben für alle hält.

Vor allem leiden unter dieser Politik die Menschen, welche vor dem NATO-Krieg in Libyen fliehen mussten und in Hamburg und anderen deutschen Städten Zuflucht suchen. Geflohen vor einem Krieg, der nicht ihr Krieg war, sondern im Machtinteresse der NATO geführt wurde. Die Hamburger SPD-Regierung verweigert weiterhin ein Bleiberecht und möchte die Flüchtlinge abschieben, auch wenn das für die Betroffenen den Tod bedeuten kann.

Auch international setzt der Kapitalismus den Menschen weiter zu. Krieg, Flucht und Armut sind die direkten Folgen des kapitalistischen Strebens nach Profit und Macht. Derzeit wird etwa auf dem Rücken der Bevölkerung der Ukraine ein blutiger Konflikt um Macht und Profite zwischen der NATO und Russland ausgetragen. Deutschland spielt dabei eine führende Rolle und schreckt auch nicht davor zurück die eigenen Interessen vor Ort von Faschisten mit aller Gewalt durchsetzten zu lassen.

Wir haben genug von dieser Politik. Unser Kampf ist der Kampf für eine Welt, in der die Bedürfnisse und Interessen der Menschen an erster Stelle stehen und nicht der Profit einer winzigen Minderheit. Dieser Kampf wird nicht im Parlament gewonnen, sondern auf der Straße. Wir laden alle Menschen, die diesen Kampf mit uns führen wollen ein uns kennenzulernen und sich zu organisieren. Wir freuen uns über jede Diskussion und jeden praktischen Beitrag, egal ob Texte schreiben, Banner malen, Veranstaltungen organisieren oder konsequente Gegenwehr auf der Straße. Nur gemeinsam, entschlossen und solidarisch werden wir erfolgreich sein!

Gemeinsam gegen Ausbeutung und Unterdrückung!
Für eine revolutionäre Perspektive!

RSH-Café mit Auswertung vom 1. Mai und Infos aus anderen Ländern
Dienstag | 6.5. | 19 Uhr
B5 | Brigittenstr. 5

RSH-Stand auf dem Hafengeburstag mit einer traumhaften Zaubershow
Freitag und Samstag | 9.5. – 10.5.
St. Pauli Hafenstraße