Mietenwahnsinn – Flyeraufruf

„Mietenwahn“ – ein kapitalistischer Alltagsprozess

Die Mietpreise in Hamburg haben mittlerweile ein Ausmaß angenommen, das es Menschen, die weniger gut verdienen, schier unmöglich macht, Wohnfläche zu einem Preis zu beziehen, der nicht beinahe die Hälfte des gesamten monatlichen Nettoeinkommens verschlingt.

Innerhalb von wenigen Jahren sind aufgrund von Gentrifizierungsprozessen (Aufwertungen der Viertel) Menschen aus ihren Wohnungen verdrängt worden, die sie über Jahrzehnte als ihr Zuhause angesehen haben. Doch dies ist nicht allein irgendwelchen gierigen Immobilienhaien vorzuwerfen, oder Yuppies, die nach den hippsten Gegenden gieren, sondern allem voran der staatlichen Politik Hamburgs. Dabei wird Gentrifizierung nicht nur toleriert, sondern ist geradezu erwünscht.

Der Sinn dahinter ist schnell ersichtlich: Aufwertungen von Gegenden und Vierteln zieht Touristen, Unternehmen und besser vermögende an. Der Staat profitiert von Mehreinnahmen und Standortvorteilen. Der einfache Arbeiter ist dabei natürlich ein Dorn im Auge und wird paradoxer Weise durch Aufwertung vertrieben.

Deshalb ist es unserer Meinung nach nur möglichen den gesamten „Mietenwahn“ im Kontext des kapitalistischen Alltagsprozesses zu betrachten. Es mag kurzfristig ein wenig Linderung verschaffen der Politik unsere Wut auf die Straßen zu tragen und zu zeigen: Nicht mit uns. Dennoch kann eine gesichertes Leben ohne Furcht vor Verdrängung und Ausgrenzung nur entstehen, wenn der Kapitalismus insgesamt bekämpft wird. Denn Gentrifizierung ist kein modernes Phänomen abgespalten vom Kapitalismus, sondern von jeher ein Instrument des bürgerlichen Staates gegen die besitzlose Arbeiterklasse.

Darum: Antikapitalistisch bis zum Kommunismus!

Rote Szene Hamburg
Keine Alternative zur Revolution