Archiv für Dezember 2011

Dienstagscafe!

Auch Morgen findet wieder unser wöchentliches Dienstagscafe statt. Kulinarisch betrachtet vielfältiger denn je laden wir erneut ab 18 Uhr in das Internationale Zentrum B5 ein, zu finden in der Brigittenstraße 5 auf Sankt Pauli. Krustenbraten, revolutionäre Dessertkreationen, Glühwein und viele weitere Köstlichkeiten sowei die üblichen Highlights wie Tischkicker, günstige Getränke und nette Leute verwandeln den morgigen B5-Besuch quasi in einen Pflichttermin. Fazit: Wer sich das letzte RSH-Cafe im Jahr 2011 entgehen lässt, verpasst einen Abend in nahezu postkapitalistischer Idylle!

Farbangriff auf Kriegsprofiteur „Hochtief“

Zu sehen sind Farbbeutel-Würfe auf die Bonner Niederlassung der Hochtief AG aus dem internationalistischen Block auf der Friedensdemo am 3. Dezember 2011. Die Aktion bildet Teil der „Der Krieg beginnt hier!“-Kampagne. Bei der in Deutschland Orte, von denen Krieg ausgeht, markiert werden sollen.

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Ein Bauwagenplatz als Unterrichtsstunde zum Thema Kapitalismus

In den letzten Tagen und Wochen war viel zu lesen und zu hören über den Bauwagenplatz „Zomia“ und seine Bewohnerinnen und Bewohner. Die Tatsache, dass um einen Platz der von einigen Menschen in Bauwagen bewohnt wird so ein Medienaufruhr herrscht verwundert zunächst. Genauso wie es zunächst verwundert, warum diese Menschen in den Augen der Politik ein Problem darstellen, obwohl sie bisher niemanden, weder in unmittelbarer Nachbarschaft noch sonstwo, gestört haben. Doch der Kapitalismus und sein Staat sind da aus anderem Holz geschnitzt. Egal ob Menschen mit ihren Bauwagen vertrieben werden, oder bevorzugte Schlafstätten von Obdachlosen für lässige 120.000 Euro eingezäunt werden, die Stadt Hamburg lässt nichts unversucht um Menschen, welche nicht den vorgegebenen und profitorientierten Lebensweisen nachkommen anzugreifen. Der Kapitalismus und seine Handlanger wollen nicht, dass die Menschen so Leben wie sie wollen. Die Menschen sollen so Wohnen und Leben, dass sich mit ihnen möglichst viel Geld verdienen lässt. Wer die hierzu notwendigen finanziellen Mittel nicht aufbringen kann oder will, hat nach ihrer Ansicht gefälligst aus dem Stadtbild zu verschwinden. Die Stadt Hamburg will sich weiterhin sauber, sicher, modern und wohlhabend geben und sich so für Investoren und wohlhabende Menschen möglichst attraktiv zu präsentieren.

Die Folgen sind längst bekannt: steigende Mieten, Polizeischikane gegen Jugendliche und andere, als „störend“ empfundene Menschen sowie immer neue Glastempel für Yuppiewohnungen und Büroräume. Wir, die Rote Szene Hamburg fühlen uns bei dem Gedanken an eine solche Stadt, wie sie Kapital und Staat gerne hätten eher an einen Zombiefilm erinnert und nicht an einen Ort, der nach den Bedürfnissen und Interessen aller Menschen gestaltet wird. Der Kapitalismus wird immer nur den Profit und niemals unsere Interessen und Bedürfnisse an erste Stelle setzen. Daher werden wir in diesem System auch nie eine Städtepolitik in unserem Interesse erreichen können. Der Kapitalismus muss also abgeschafft werden. Vielleicht könne wir im Moment nicht jeden Angriff des Kapitals und seiner Handlanger auf uns und andere abwehren, aber wir können sie zumindest für ihre menschenfeindlich Politik bezahlen lassen. Die Menschen sind wütend, die Nächte sind dunkel und wir haben sowieso schon lange die Schnauze voll von diesem System!

Armut ist kein Zufall – Widerstand auch nicht!

Rote Szene Hamburg