Archiv für März 2011

100.000 Nein zu Isolation

Veranstaltung im Rahmen der bundesweiten Kampagne gegen die Isolation der türkischen revolutionären Gefangenen in der BRD.

Seit Jahren werden in Deutschland politisch motivierte Verfahren nach § 129b (Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung) gegen linke Migrantinnen und Migranten geführt.
Gefangene aus den § 129b-Verfahen sind durchweg 23 Stunden allein in ihrer Zelle, Briefe „verschwinden“ oder werden beschlagnahmt, es hagelt Besuchsverbote.
Der § 129b-Gefangene Faruk Ereren bezeichnet dieses umfassendes Isolationsprogramm als „Weiße Folter mit dem Ziel, uns zu zermürben.“
All das hat Ähnlichkeit mit den drakonischen Maßnahmen, denen die Gefangenen aus der RAF vor allem in den siebziger und achtziger Jahren ausgesetzt waren.
In mehreren Verhandlungen, u. a. in Stuttgart und Düsseldorf, wurden linke Migrantinnen und Migranten bis zu 7 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt.
Um diese Situation zu ändern, organisiert die „Anatolische Förderation“ unter dem Motto „EINHUNDERTTAUSEND STIMMEN GEGEN ISOLATIONSHAFT“ eine Rundreise vom 9. März bis zum 18. März durch 9 Städte der BRD. Sie stellen diese Kampagne in den Zusammenhang des 18. März, dem Tag für die Freiheit der politischen Gefangenen.

Am 16. März wird es dazu in Hamburg zwei Aktionen geben:
Am Mittwoch, den 16. März, wird eine Kundgebung in Altona von 15 – 17 Uhr am Spritzenplatz stattfinden.
Abends findet um 19 Uhr eine Veranstaltung im Internationalen Zentrum B5, Brigittenstrasse 5 statt.

Organisiert von der Anatolischen Förderation

Unterstützende Gruppen: Netzwerk Freiheit für alle Gefangenen Hamburg, Rote Szene Hamburg, SoL * Sozialistische Linke