Film: „Weder Huren noch Sklavinnen“

Ende Mai präsentierten wir unser neues Konzept für das RSH-Dienstagscafe. Wir versuchen jetzt vor allem das Cafe attraktiver und abwechslungsreicher zu gestalten sowie durch Vorträge und Filmvorstellungen verschiedene politische Themen in den Fokus zu rücken. Wie ihr an dem Vortrag und Film zu Südafrika diesen Monat erkennen könnt, versuchen wir dabei aktuelle Themen aufzugreifen. Am 1.6.10 zeigten wir im Rahmen unseres Cafes eine Dokumentation zu Frauen in den französischen Banlieues. Wir haben uns dazu entschieden, da es ein paar Wochen vorher den Film „La Haine“ bei uns zu sehen gab. Dieser Film zeigt einen Tag im Leben von drei jungen Männern. Ein besonderer Tag, der für immer ihr Leben verändern wird, jedoch dabei trotz der „besonderen“ Ereignisse sehr authentisch und alltäglich stellvertretend für das Schicksal einer ganzen Gesellschaftsschicht steht. In „La Haine“ wird Empathie für die von Staat und bürgerlicher Gesellschaft alleine gelassenen und abgekoppelten Menschen geweckt, die in einer hoffnungslosen Situation leben. Doch dabei besteht auch die Gefahr, dass ein unvollständiges Bild, das vor allem auf die jungen männlichen Erwachsenen fixiert ist, gezeichnet wird. So haben wir uns entschieden die Dokumentation „Weder Huren noch Sklavinnen“ zu zeigen, die sich mit der Situation von Frauen in den Banlieues, die Opfer männlicher Gewalt wurden, auseinandersetzt. Es kommen Frauen zu Wort, die gescheiterten Jungmännern und patriarchalischen Gesellschaftsstrukturen ausgesetzt sind, sich dabei aber nicht unterkriegen lassen wollen.

Hier könnt ihr euch den Film nun selbst anschauen. Aber Achtung, dieser schonungslose Film sollte am besten mit FreundInnen zusammen geschaut werden, mit denen man sich anschließend unterhalten kann, um das Gezeigte zu verarbeiten.

Youtube:
Teil 1:

Teil 2:

Teil 3: