Bundeswehr raus aus den Schulen. Gemeinsam und überall aktiv gegen Militarismus.

Deutschland führt Krieg. Seitdem 1999 im Jugoslawienkrieg die ersten Bomben von NATO-Kampfjets abgeworfen wurden, beteiligt sich die Bundeswehr bis heute durchgehend an Kriegseinsätzen. Höhepunkt in den Aktivitäten der Bundeswehr stellt bis jetzt der Krieg in Afghanistan dar. Was Politiker gerne als „robuste Friedenssicherung“ bezeichnen, gestaltet sich im Alltag der Frauen und Männer im Dienste der Bundeswehr als töten und getötet werden.

Für den deutschen Staat ist ein aktives Militär unverzichtbar. Die Bundeswehr sichert Ressourcen für die deutsche Wirtschaft in allen Regionen dieser Welt. Schließlich gefährden Piraten oder Bürgerkriege Märkte und Handelswege, welche für Deutschland und seine NATO-Bündnispartner unverzichtbar sind. Das Leiden der Menschen vor Ort dient oft nur als vorgeschobener Grund um den Einsatz von Militär zu rechtfertigen. Wie bei allen internationalen Unternehmungen der BRD steht also beim Einsatz der Bundeswehr der Profit für deutsche Unternehmen oder die gemeinsamen Konzerne Deutschlands und seiner Bündnispartner im Vordergrund.

Um diese Aufgaben zu erfüllen braucht die Bundeswehr immer mehr kompetentes und gut ausgebildetes Personal. Die Bundeswehr bemüht sich deshalb in der Gesellschaft um ein Image als seriöser und karriereorientierter Arbeitgeber. Diese Selbstdarstellung der Bundeswehr macht auch vor den Schulen nicht halt, ganz im Gegenteil. Die Bundeswehr ermöglicht Klassenausflüge zu Fliegerstützpunkten, verteilt Informationsmaterial an Schulen und präsentiert sich auf Jobmessen als attraktiver Arbeitgeber.

Gerade weil die Bundeswehr in Deutschland über mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz klagt, versucht sie verstärkt bei Jugendlichen Anklang zu finden. Schließlich kommen auf die Bundeswehr immer mehr Aufgaben zu, bei denen es um logistische und technische Höchstleistungen geht. Gelingt es der Bundeswehr also nicht, sich für diese kommenden Aufgaben zu rüsten, droht die deutsche Wirtschaft im internationalen Wettbewerb zurück zu fallen. Mit modern aufgemachtem Infomaterial wird bemüht sich die Bundeswehr also um motivierten Nachwuchs. Bilder von verstümmelten Kinderleichen oder ausgebrannten Panzerwracks wie sie im Afghanistankrieg für die Bundeswehr zum Alltag gehören sucht man in den Flyern und Broschüren vergebens. Stattdessen zeigen die Bilder lachende Frauen und Männer welche in schicken Uniformen in freundlicher Atmosphäre auf ihren Dienst vorbereitet werden. Dass dieser Dienst das direkte Töten von Menschen oder das logistische Vorbereiten dieser Tötungen beinhaltet wird konsequent verschwiegen. Die Bundeswehruniversitäten werben mit diversen finanziellen Vergünstigungen und Erleichterungen um Abiturienten eine Karriere bei der Bundeswehr schmackhaft zu machen.

Wenn wir uns gegen diese schleichende Militarisierung von Bildungseinrichtungen und damit verbundene Militarisierung der gesamten Gesellschaft aktiv zur Wehr setzen wollen, kommen wir um eine aktive Konfrontation mit der strikten Profitausrichtung der BRD nicht herum. Um es mit den Worten Karl Liebknechts zu sagen: „Wir sind Antimilitaristen als Antikapitalisten“.

Die im sogenannten mg-Prozess Verurteilten sollen sich diese Losung zu Herzen genommen und dementsprechend diverse Bundeswehrfahrzeuge abgefackelt haben. Die vom BKA angewandten Methoden zur Aufklärung dieser Angriffe auf Bundeswehrfahrzeuge verdeutlichen, wie aggressiv der Staat reagiert wenn seine militärische Schlagkraft aktiv gemildert wird. Ein aktiver Antimilitarismus kann sich also nicht auf das Wohlwollen des Staates stützen, er muss ein Gegenmodell zu den herrschenden Verhältnissen bieten. Solange der Profit an erster Stelle steht, wird auch das Militär eines jeden Staates zu genau diesem Zweck eingesetzt werden.

Bundeswehr raus aus den Schulen!
Solidarität mit Axel, Florian, Oliver und dem antimilitaristischen Widerstand!
Aktiv gegen Militarismus heißt aktiv gegen Kapitalismus!