Archiv für Oktober 2009

Carlos, kein Vergeben, kein Vergessen!

Vielleicht habt ihr schon den kurzen Bericht aus Leningrad gelesen, den RSH vor einiger Zeit veröffentlichte. Vielleicht hat er ja sogar Lust auf mehr geweckt. Hoffentlich jedoch gefällt euch nun nachfolgender Bericht aus Madrid. Die Impressionen entstanden am Rande einer Schulreise, sodass ich leider nur wenig Möglichkeiten und entsprechend Zeit hatte, „andere“ Erfahrungen außer dem üblichen Sightseeing zu machen. An dieser Stelle wieder der Hinweis, dass ich weder sämtliche Informationen zu einem „Antifa-Madrid“ Referat zusammentragen möchte, noch dass alle Mitglieder ihre Aktien in diesem Text haben. Es ist der subjektive Bericht einer Einzelperson. (mehr…)

mg-Prozess

Freitag der 16.10.2009: Axel und Oliver werden zu 3 Jahren und sechs Monaten und Florian zu 3 Jahren Haft verurteilt. Damit schloss sich das Gericht den Forderungen der BAW an. Die Anwälte der drei Antimilitaristen kündigten direkt nach dem Urteil Revision an.
In verschiedenen Städten der BRD wurden für den Freitag der Urteilsverkündung Kundgebungen und Spontandemonstrationen organisiert und durchgeführt. Mehr als 1000 Menschen waren auf der Straße und haben lautstark klar gemacht, dass Antimilitaristen weder auf die Anklagebank, noch in das Gefängnis gehören.
In Hamburg waren es gut 200 TeilnehmerInnen, die sich um 19 Uhr an der S-Bahn Station Sternschanze zusammenfanden. Um 20 Uhr startete eine lautstarke Spontandemo durch die Schanze, bei der kraftvoll geäußert wurde, dass man sich mit Axel, Oliver, Florian und allen anderen linken politischen Gefangenen solidarisiert und Antimilitarismus nicht kriminalisiert werden darf.

In der Rubrik „Texte/Theorie“ findet ihr den anlässlich der Urteilsverkündung von RSH verfassten Text zu den Anwerbungsversuchen der Bundeswehr speziell in Bildungseinrichtungen. Den Bericht vom Projekt Revolutionäre Perspektive, den Organisatoren, findet ihr hier.

Bundeswehr raus aus den Schulen. Gemeinsam und überall aktiv gegen Militarismus.

Deutschland führt Krieg. Seitdem 1999 im Jugoslawienkrieg die ersten Bomben von NATO-Kampfjets abgeworfen wurden, beteiligt sich die Bundeswehr bis heute durchgehend an Kriegseinsätzen. Höhepunkt in den Aktivitäten der Bundeswehr stellt bis jetzt der Krieg in Afghanistan dar. Was Politiker gerne als „robuste Friedenssicherung“ bezeichnen, gestaltet sich im Alltag der Frauen und Männer im Dienste der Bundeswehr als töten und getötet werden. (mehr…)